Lampe - Kaalu

Eine Schreibtischlampe aus Kaffeebohnen und Aluminium

Meine erste Epoxyarbeit - einfach mal zum probieren. [1.Tag am 04.03.2019]

Es entwickelte sich eine Idee etwas mit bzw. aus Kaffeebohnen (außer einem guten Kaffee) zu machen. 

Am liebsten einen brauchbaren Alltagsgegenstand herzustellen, der mit Kaffeebohnen zu tun hat.

Da ich meine Zeit häufig am Schreibtisch vorm Laptop oder vor Büchern verbringe war eine Schreibtischlampe nahe liegend. 

 

Es suchte eine Zeit lang nach dem passenden Material aus Holzresten in unserer Werkstatt um eine Form aus Holz zu bauen.

Mit einer Menge Silikon wurde das ganze auch so einigermaßen dicht, anschließend wurde die Holzform noch mit Folie ausgekleidet, für die glatte Oberfläche .... (Leider hab ich vom Formenbau keine Fotos) .

 

Für den Alu Arm, an dem ich später das Leuchtmittel aufhänge, wurde zusätzlich ein Holzrahmen befestigt, der das Ganze noch hält, bis das Epoxyharz ausgehärtet ist. 

Ich habe Epoxyharz der Firma Dipon.de 4,5 KG Harz+Härter [Hier gehts zum Amazon Link] verwendet und in einem Verhältnis von 60/40 gemischt. 

 

[2.Tag am 17.03.2019]

1.Gießvorgang - streichen der Form mit Epoxyharz und vermengen der Kaffeebohnen mit Epoxyharz.

Beste Kaffeebohnen wurden mit leichtem Druck und Umhüllung von Epoxyharz in die Form gedrückt.

 

[3.Tag am 21.03.2019]

Jetzt folgt die zweite Schicht Epoxyharz, sodass die Kaffeebohnen komplett umhüllt sind, und eine glatte Oberfläche entsteht.

Für die glatte Oberfläche gehe ich nach dem Gießvorgang noch einmal mit einem Bunsenbrenner über die oberste Schicht, bis die letzten Luftblasen im Harz an der Oberfläche zerplatzen....

 

[4.Tag am 22.04.2019]

Heute folgt das lösen der Holzform, was sich als schwieriger herausstellt als gedacht. 

Das flüssige Epoxyharz hat noch die eine oder andere kleinste Öffnung in der mit Folie ausgekleideten Form gefunden, was das herauslösen zu einer gewissen Herausforderung machte.

Die Rückwand vom Elektro-Schalter, sowie das Leerrohr für die Verkabelung war in der Holzform mit drinnen, aber leider war beides nicht ganz "dicht" , und sind teilweise mit Epoxyharz vollgelaufen. 

 

Mittels bohren und fräsen konnte ich alle Hohlräume wieder als solche ausarbeiten und eine erste Elektroleitung - probeweise -verlegen.

Mittels einem kleinen Fräser - ein Dankeschön dafür an meinen Bruder - habe ich einen Kanal und eine Kammer für die elektrischen Anschlüsse in das Kaffeebohnen - Epoxygemisch gefräst, sodass ein sauberer Anschluss ermöglicht wird .

 

Die endgültige Verlegung der Leitung bis an die Lampenspitze bzw. zum Leuchtmittel ist noch in Ausarbeitung - dafür hat sich bis jetzt noch keine saubere und ästhetische Lösung ergeben....

 

weiterer Bericht folgt.......

[5.Tag: 01.05.2019]

Heute war der erste Versuch einen Lampenschirm aus Kaffeebohnen zu machen. Meine Überlegung war die Kaffeebohnen über einer Form aufzukleben, eine Hülle aus Klebeband außen herum zu kleben und den Zwischenraum mit Epoxyharz zu füllen. 

Zu beginn sieht noch alles gut aus, das Epoxyharz rinnt gut bis in die untersten Reihe der Kaffeebohnen und füllt die Hohlräume aus. 

Plötzlich beginnt sich das Klebeband zu lösen und erste Tropfen, später auch kleine Rinnsale entweichen aus der Form.

Mit Panzerband versuche ich die Form noch abzudichten und zu reparieren. 

Es gibt aber kein halten, unaufhörlich rinnt das noch flüssige Harz aus der "Form", bis die ganze Arbeitsplatte eingehüllt ist......

 

Als Lampenschirm muss ich mir wohl was besseres einfallen lassen - vielleicht gibt es noch eine Rettung wenn der letzte Rest der noch in der Form geblieben ist ausgehärtet ist.....

 

Aber das ist ein Bericht fürs nächste mal.....

 

[6.Tag: 10.05.2019]:

Der geplante Lampenschirm aus Kaffeebohnen (Bild 1+2 darunter) - über eine Grundform als Weinflasche - hat leider nicht funktioniert - obwohl mehr Epoxyharz in der Form verblieb als zunächst gedacht, lies sich die Form nicht von der Weinflasche lösen - und der übrige Innendurchmesser samt Glas war zu eng für die Lampenfassung.  

Ich besorgte mir im Baumarkt einen Lampenschirm und verkabelte nun die Lampe sodass ich die Fassung mit Lampenschirm probeweise montieren konnte. 

Wie dann das Provisorium fertig war gefiel mir die Optik nicht mehr und ich begann mir etwas anderes zu überlegen - zur Ausführung dessen, aber das nächste mal mehr. 

 

Während der Verkabelung war noch ein Gedanke / Überlegung wie ich die Leitung verstecke - da ich noch ein paar Kaffeebohnen übrig hatte fing ich an die Leitung und die Innenseite vom Winkel mit Kaffeebohnen zu bekleben.

Anschließend wird noch eine Schicht mit Epoxyharz drübergestrichen, damit das Ganze auch gut hält. 

 

Da an der vordersten Spitze langsam viel Gewicht zusammenkam, begann sich der Alurahmen leicht zu verformen und ich werde den Arm wieder ab nehmen.

Nur den ersten schrägen Teil soll stehen bleiben  - wo dann oben drauf mit einem kleinen Rahmen der Lampenschirm montiert wird. 

Das ist aber eine Geschichte fürs nächste mal  

[7.Tag 18.05.2019]:

 

Heute ist Tag der Fertigstellung, ich beginne damit die Nieten von der Befestigung für den Arm wieder auf zu bohren und den Arm abzunehmen. Anschließend eine passende Halterung für die Fassung zu erstellen. 

Ein kleiner Winkel mit zwei Löchern, anschließend noch fertig verkabeln. .

Nach einem ersten Testlauf funktioniert die Elektrik, und ich beginne alle Leitungen und Schalter zu montieren und zu fixieren. 

Zum Schluss wird noch der Aluwinkel auf der Innenseite mit Kaffeebohnen beklebt, um die elektrische Leitung dahinter zu verbergen. 

Mit Superkleber hat das ganze echt gut funktioniert, ich hab aber zu wenig gekauft. 

Die übrigen Kaffeebohnen klebe ich mit einer Heißklebepistole an, was sich aber als wesentlich schwieriger herausstellt als gedacht. 

Immerhin mein erster Kontakt mit einer Heißklebepistole, und wahrscheinlich einer der letzten Einsätze, mit dem Ding zu arbeiten mach echt keine Freude.

 

Vielen Dank fürs lesen, und hier das fertige Werk :)